Einführung
Aufmerksamkeit erregen, Interesse wecken, Verlangen nach besserem Waldmanagement auslösen und zum Handeln motivieren – genau das möchten wir Ihnen mit diesem Beitrag zur Durchforstung und Schonung bieten. Stellen Sie sich vor, Ihr Wald wäre nicht nur Holzlieferant, sondern ein stabiler, artenreicher Lebensraum, der Boden, Wasser und Klima schützt und zugleich wirtschaftlich trägt. Klingt gut? Dann lesen Sie weiter: Wir erklären praxisnah, wie Durchforstung und Schonung zusammenwirken, worauf Sie bei der Planung achten müssen und welche Maßnahmen sich in der täglichen Arbeit bewährt haben.
Durchforstung und Schonung: Grundlagen und Zielsetzung für nachhaltige Waldbewirtschaftung
Was versteht man unter Durchforstung und Schonung? Kurz gesagt: Durchforstung ist die gezielte Entnahme einzelner oder mehrerer Bäume, um verbleibende Bäume zu fördern. Schonung bezeichnet alle Maßnahmen, die negative Auswirkungen der Bewirtschaftung auf Ökosystemfunktionen minimieren. Gemeinsam bilden sie das Handwerkszeug für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, die ökologische, ökonomische und soziale Ziele miteinander verbindet.
Wenn Sie sich einen Überblick über typische Maßnahmen verschaffen wollen, finden Sie auf der Seite Forstwirtschaftliche Arbeiten praxisnahe Beschreibungen von Abläufen, von der Kartierung bis zur Maschinenwahl, die Ihnen helfen können, geplante Eingriffe klarer zu strukturieren und Risiken frühzeitig abzuschätzen. Für konkrete Fragen zur Etablierung junger Bestände lohnt sich ein Blick auf die Seite zur Pflanzung und Jungwuchs, wo Pflanzkonzepte, Pflegetermine und Sortimentshinweise detailliert dargestellt werden und die Praxisnähe besonders hoch ist. Ebenfalls empfehlenswert sind die Hinweise zu Waldpflege Maßnahmen, die praktische Checklisten und bodenschonende Techniken bereitstellen, sodass Sie Arbeitsschritte direkt übernehmen oder an Ihre regionalen Bedingungen anpassen können.
Warum ist das wichtig?
Wälder sind mehr als Holzproduzenten. Sie speichern Kohlenstoff, filtern Wasser, schützen Böden und bieten Lebensraum. Eine falsche Durchforstung kann diese Funktionen beeinträchtigen: zu starke Eingriffe destabilisieren Bestände, zu geringe Eingriffe führen zu Konkurrenzdruck und Mindererträgen. Durchforstung und Schonung zusammen sorgen dafür, dass Produktivität und Ökosystemleistungen langfristig erhalten bleiben.
Ziele einer fachgerechten Durchforstung und Schonung
- Förderung von Zielbäumen mit hoher Vitalität und Qualitätsmerkmalen.
- Erhöhung der Bestandsstabilität gegen Wind, Schnee und Schädlinge.
- Erhalt und Förderung von Biodiversität durch Erhalt von Habitatbäumen und Totholz.
- Schutz von Boden und Wasser während der Erntearbeiten.
- Langfristige Sicherung der Holznutzung ohne Übernutzung der Ressource.
Mit anderen Worten: Eine ausgewogene Durchforstung sorgt dafür, dass Ihr Wald heute und morgen funktioniert. Schonung gewährleistet, dass dabei nichts unwiederbringlich verloren geht.
Planung von Durchforstung nach den Empfehlungen der Forest Issues Group
Eine gute Durchforstung beginnt lange bevor die Motorsäge ansetzt. Planung bedeutet: den Wald verstehen, Ziele festlegen, Risiken abwägen und Schutzmaßnahmen verankern. Die Forest Issues Group empfiehlt ein strukturiertes Vorgehen entlang von fünf Kernelementen.
1. Bestandesaufnahme und Zielsetzung
Erstellen Sie eine Bestandesaufnahme: Baumarten, Altersklassen, Bestandsdichte, Vitalität, Befallssituation, Boden- und Hangverhältnisse sowie Schutzobjekte wie Gewässer und Biotope. Definieren Sie klare Ziele: Möchten Sie Qualitätsholz fördern, die Verjüngung anstoßen, die Stabilität erhöhen oder Biodiversität fördern? Ohne klare Ziele drohen willkürliche Eingriffe.
2. Diagnose und Auswahlverfahren
Entscheiden Sie nach objektiven Kriterien, welche Bäume verbleiben sollen (Zielbäume) und welche entnommen werden. Kriterien können sein: Stammform, Astigkeit, Stellung, Vitalität und Standortsansprüche. Markieren Sie Bäume sichtbar und nachvollziehbar – idealerweise mit GPS oder Fotodokumentation.
3. Ernteplanung und Logistik
Planen Sie Rückegassen, Lagerplätze und Befahrungsfenster. Achten Sie auf die Tragfähigkeit des Bodens und vermeiden Sie Befahrungen bei Nässe. Legen Sie Schutzstreifen an Gewässern und sensiblen Flächen fest. Je besser die Logistik, desto geringer die Boden- und Vegetationsschäden.
4. Schutz- und Schonungsmaßnahmen
Definieren Sie Retentionsflächen, Habitatbäume und Pufferzonen. Entscheiden Sie, ob bestimmte Bereiche komplett ausgespart werden (z. B. Quellbereiche, alte Eichenbestände). Kommunizieren Sie diese Vorgaben klar mit allen Beteiligten.
5. Nachsorge und Monitoring
Erfassen Sie Ergebnisse: Bestandssituation nach Maßnahmen, Verjüngungserfolg, Schäden an Boden und Uferzonen. Legen Sie Monitoring-Intervalle fest (z. B. 1, 3, 5 Jahre) und passen Sie zukünftige Durchforstungen an die Beobachtungen an.
Ein Tipp: Digitale Dokumentation (GPSerfassung, Fotoprotokolle, digitale Forstakten) vereinfacht die Nachverfolgung und hilft, Entscheidungen zu begründen. Transparenz schafft Vertrauen – bei Eigentümern, Behörden und der Öffentlichkeit.
Selektive Durchforstung: Methoden, Vorteile und Auswirkungen auf Biodiversität
Die selektive Durchforstung ist eine feine, schonende Methode: Anstatt Flächen großflächig zu lichten, werden gezielt einzelne Bäume entfernt. Dieses Vorgehen fördert Unebenheit in Alters- und Strukturverhältnissen und erhält Mikrohabitaten.
Methoden der selektiven Durchforstung
- Zielbaumauslese: Der klare Fokus liegt auf wenigen, hochwertigen Bäumen, die gefördert werden.
- Kronenauflichtung: Entfernen von Bäumen in der Krone, um die Lichtverhältnisse für verbleibende Bäume und die Verjüngung zu verbessern.
- Gruppendurchforstung: Kleine Lücken schaffen, um natürliche Verjüngung in lichtbedürftigen Arten zu ermöglichen.
- Stangen- und Unterstandsdurchforstung: Entfernen von niedrigwüchsigen Konkurrenzbäumen zugunsten einer besseren Entwicklung der Zielbäume.
Vorteile für Bestandesentwicklung und Waldgesundheit
Selektive Durchforstungen bewahren die Dauerkontinuität des Waldes: Der geschlossene Kronendachcharakter bleibt in großem Maß erhalten, Mikroklima bleibt stabiler, Erosionsrisiken sind geringer. Zudem werden natürliche Wälder mit mehreren Altersklassen gefördert, die widerstandsfähiger gegen Stürme oder Schädlingsbefall sind.
Einfluss auf Biodiversität
Richtig durchgeführt hat die selektive Durchforstung positive Auswirkungen auf die Artenvielfalt. Wichtige Maßnahmen sind die Erhaltung einzelner alter Bäume, die Belassung von Totholzinseln und das Schaffen von Licht-Schatten-Mosaiken. Doch Vorsicht: Werden Habitatbäume entnommen oder Totholzsysteme zerstört, verschlechtert sich das Habitatangebot rasch. Monitoring und Einbindung naturschutzfachlicher Expertise sind entscheidend.
Schonungskonzepte in der Praxis: Boden, Wasser und Artenvielfalt schützen
Schonung ist kein Nice-to-have, sondern ein Muss für eine verantwortungsvolle Bewirtschaftung. Schutz beginnt in der Planung, setzt sich während der Ernte fort und endet nicht vor der Wiederherstellung gestörter Flächen.
Schutz des Bodens
Boden ist Lebensraum und Produktionsgrundlage zugleich. Bodenschutz bedeutet: Befahrungen bei Nässe vermeiden, Rückegassen sorgsam planen, schwere Maschinen auf tragfähigen Flächen halten und bei Bedarf bodenschonende Techniken einsetzen. Wo Hänge vorhanden sind, sollten Rückegassen quer zum Hang angelegt werden, um Erosion zu vermindern.
Wasserschutz praktisch umgesetzt
Gewässernähe verlangt besondere Sensibilität. Pufferzonen (je nach Typ 5–30 Meter) werden nicht befahren, Betriebsmittel nicht in Ufernähe gelagert und bauliche Übergänge so gestaltet, dass Ufer nicht aufgerissen werden. Stabilitätsmaßnahmen an Übergängen (Furt, Brücke) reduzieren Erosionsrisiken. Sauberkeit ist oberstes Gebot: Jede Ölspur kann Folgen haben.
Artenvielfalt erhalten und fördern
Arrangieren Sie Schutzzonen und Aktionsflächen so, dass Vernetzung gewährleistet bleibt. Belassen Sie Altbäume, Höhlenbäume, Dornengebüsche und Totholzinseln. Kleine Maßnahmen wie die gezielte Belassung einzelner Totholzstämme können lokale Wirbel an Biodiversität auslösen.
Erntebilanz, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit: Kriterien der Forest Issues Group
Ökologie und Ökonomie stehen oft scheinbar im Widerspruch. Die Forest Issues Group plädiert für integrative Betrachtungen: Eine nachhaltige Erntebilanz berücksichtigt Wachstum, Qualität, Ökosystemleistungen und Risiken.
Wichtige Kennzahlen und Kriterien
- Mittlerer Jahrespunktt Zuwachs (MAI): Grundlage für Erntemengenplanung.
- Entnahmerate gegenüber Zuwachs: Dauerhafte Übererntung vermeidet langfristige Produktivitätsverluste.
- Qualitätsindizes: Anteil an Qualitätsstämmen vor und nach Durchforstung.
- Ökosystemleistungsbewertung: Bewertung von Wasserfilterleistung, Kohlenstoffbindung und Biodiversität in ökonomischen Modellen.
- CO2-Bilanz: Berücksichtigung von Bestandsspeicherung und Nutzungsszenarien.
- Kosten-Nutzen-Rechnung: Harvestkosten, Materialtransport, Schutzmaßnahmen und mögliche Förderungen oder Zertifizierungsprämien.
- Risikomanagement: Einschätzung von Windwurf, Käferschäden und Sturmanfälligkeit nach Eingriffen.
Ein wirtschaftlich sinnvoller Eingriff reduziert langfristig Kosten, weil stabile, wertvolle Bestände weniger anfällig für Schäden sind. Zertifizierungen wie PEFC oder FSC können zusätzliche Marktwerte erschließen.
Praxisleitfaden und Checklisten für Fachbetriebe: Tipps von erfahrenen Forstwirten
Theorie ist gut – Praxis ist besser. Nachfolgend finden Sie praxiserprobte Checklisten und handfeste Tipps, die Ihnen helfen, Durchforstung und Schonung effizient zu verbinden.
Vor der Durchforstung — Praktische Checkliste
- Bestandesaufnahme abgeschlossen: Karte, Baumarten, Schutzobjekte.
- Zielbaum- und Entnahmekriterien schriftlich festgelegt und markiert.
- Rückegassen und Lagerplätze geplant mit Bodenschutzkriterien.
- Befahrungsfenster festgelegt; witterungsabhängige Alternativtermine bereit.
- Schutzzonen (Ufer, Habitatbäume, Totholzinseln) klar markiert.
- Sicherheits- und Arbeitsanweisungen an ausführende Betriebe übergeben.
Während der Durchforstung — Praktische Checkliste
- Markierungen und Schutzbereiche strikt beachten.
- Maschinenfahrten auf Rückegassen beschränken; bei Nässe einstellen.
- Habitatbäume, Höhlenbäume und Totholz belassen, sofern nicht freigegeben.
- Materiallager so wählen, dass keine Gewässergefährdung entsteht.
- Fortlaufende Dokumentation: Mengen, Sortimente, Auffälligkeiten.
Nach der Durchforstung — Praktische Checkliste
- Kontrolle und ggf. Wiederherstellung der Rückegassen.
- Bewertung des Verjüngungserfolgs und Vitalitätskontrolle der Zielbäume.
- Dokumentation und Übergabe an Forstakte oder Eigentümer.
- Monitoring-Intervalle festlegen und Daten sammeln.
Erprobte Praxistipps von Forstwirten
- Markieren Sie Zielbäume konsistent: Weniger ist oft mehr. Ein klarer Plan vermeidet Überentnahme.
- Nutzen Sie Gruppendurchforstungen gezielt für die Verjüngung; Einzelstammentnahme, um Struktur zu bewahren.
- Schulen Sie Maschinenführer in bodenschonender Technik und Verhalten im Schutzbereich.
- Seien Sie flexibel: Wetter und Bodenverhältnisse können kurzfristig Eingriffe erfordern oder ausschließen.
- Dokumentation ist Gold wert: Sie schützt vor Haftungsfragen und ermöglicht adaptive Bewirtschaftung.
FAQ — Häufig gestellte Fragen zu Durchforstung und Schonung
Was ist der Unterschied zwischen Durchforstung und Pflegeeingriff?
Durchforstung ist ein gezielter Eingriff zur Verbesserung der Bestandesstruktur durch Entnahme einzelner Bäume; Pflegeeingriffe umfassen ein breiteres Spektrum wie Verbissschutz, Jungwuchspflege und Schädlingsbekämpfung. Während die Durchforstung das Bestandesgefüge verändert, zielen viele Pflegeeingriffe darauf ab, die vorhandene Verjüngung oder einzelne Bäume zu schützen und zu stabilisieren.
Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Durchforstung?
Der optimale Zeitpunkt hängt von Zielsetzung und Standort ab: In vielen Beständen empfiehlt sich der späte Winter bis zeitige Frühjahr, wenn der Boden gefroren ist oder die Vegetation noch ruht, um Bodenschäden zu minimieren. Für lichteingriffsbedingte Verjüngung kann auch der Herbst sinnvoll sein. Wägen Sie zudem Risiken wie Borkenkäferbefall oder Vogelbrutzeiten ab und planen Sie entsprechend.
Wie oft sollte ein Bestand durchforstet werden?
Die Intervalle variieren je nach Baumart, Standort und Bewirtschaftungsziel: In schnellwüchsigen Nadelholzbeständen können Durchforstungen alle 6–12 Jahre stattfinden, in Laubbeständen meist im Abstand von 8–15 Jahren. Entscheidend ist die Entwicklung von Höhe und Durchmesser, die Qualität der Zielbäume und das gewünschte Bestandsbild – ein starres Intervall ist selten sinnvoll.
Wie viel Holz darf entnommen werden, ohne die Nachhaltigkeit zu gefährden?
Langfristig darf die Entnahmemenge den mittleren jährlichen Zuwachs (MAI) nicht dauerhaft überschreiten. Für operative Entscheidungen sollten Sie lokale Wachstumskurven, Bestandsstatistiken und Waldbaupläne heranziehen. Bei Unsicherheit empfiehlt es sich, konservativ zu bleiben und Aufwüchse zu dokumentieren, um adaptive Entscheidungen zu treffen.
Welche Maßnahmen schützen den Boden während der Durchforstung?
Planen Sie Rückegassen, nutzen Sie bodenschonende Maschinen (z. B. Forwarder mit Niederdruckreifen), vermeiden Sie Befahrung bei Nässe, legen Sie Querprofilrückegassen an Hängen an und beschränken Sie Lagerflächen. Nach dem Eingriff sollten Spuren eingeebnet und, wo erforderlich, nachbegrast oder angesät werden, um Erosion zu verhindern.
Was versteht man unter selektiver Durchforstung und wann ist sie sinnvoll?
Selektive Durchforstung bedeutet, gezielt Einzelstämme oder kleine Gruppen zu entnehmen, um Qualitätsbäume zu fördern und die Struktur zu erhalten. Sie ist besonders für naturnahe und strukturreiche Wälder sinnvoll, da sie das Kronendach weitgehend erhält und Mikrohabitate schont. Nutzen Sie diese Methode, wenn Biodiversität und Dauerhaftigkeit Priorität haben.
Wie integriere ich Naturschutzansprüche in die Durchforstung?
Legen Sie Pufferzonen an Gewässern an, markieren Sie Habitatbäume und Totholzinseln, und vermeiden Sie Eingriffe in Brut- und Rastzeiten. Arbeiten Sie mit Naturschutzbehörden zusammen und nutzen Sie Biotopkartierungen, um empfindliche Bereiche auszuschließen. Kleine Maßnahmen, wie das Belassen einzelner Altbäume, können großen ökologischen Nutzen haben.
Gibt es Fördermittel oder Zertifizierungen, die ich nutzen sollte?
Ja, je nach Region bieten Förderprogramme finanzielle Unterstützung für Maßnahmen zum Bodenschutz, zur Artenförderung oder zur Erstellung von Forstbetriebsplänen. Zertifizierungen wie PEFC oder FSC können Zugangsbedingungen zu bestimmten Märkten verbessern und honorieren nachhaltige Bewirtschaftung. Prüfen Sie lokale Förderprogramme und die Anforderungen der Zertifizierer frühzeitig.
Wie messe ich den Erfolg einer Durchforstung?
Erfolg messen Sie durch Monitoring: Vitalität und Zuwachs der Zielbäume, Verjüngungsdichte, Zustand von Boden und Rückegassen sowie das Vorhandensein von Totholz und Habitatstrukturen. Legen Sie Messintervalle fest (z. B. 1, 3, 5 Jahre) und dokumentieren Sie systematisch, um Erkenntnisse in folgende Maßnahmen einfließen zu lassen.
Welche Rolle spielt Totholz und wie viel sollte stehen bleiben?
Totholz ist für Pilze, Insekten und Vögel unverzichtbar. Empfehlungen variieren, aber in naturnahen Beständen sollten mindestens einzelne Totholzstrukturen pro Hektar belassen werden; in Schutzgebieten deutlich mehr. Planen Sie Totholzinseln und belassen Sie stufige Strukturen, um verschiedene Arten mit unterschiedlichen Habitatansprüchen zu unterstützen.
Zusammenfassung und Ausblick
Durchforstung und Schonung sind keine trockenen Bürobegriffe, sondern zentrale Werkzeuge für robuste, produktive und naturnahe Wälder. Richtig angewandt führen sie zu stabileren Beständen, höherer Holzqualität und besserem Schutz von Boden, Wasser und Artenvielfalt. Die Forest Issues Group empfiehlt ein planvolles, datenbasiertes Vorgehen mit klaren Schutzvorgaben und systematischem Monitoring. Wenn Sie diese Prinzipien verinnerlichen, handeln Sie nicht nur wirtschaftlich klug, sondern leisten einen konkreten Beitrag zum Erhalt unserer Wälder.
Bleiben Sie neugierig: Die Wälder verändern sich, Klimarisiken kommen hinzu, und neue Techniken (z. B. Drohnenkartierung oder bodenschonende Fahrwerkstechniken) bieten Chancen, Bewirtschaftung noch schonender und effizienter zu machen. Eine adaptive, wissensbasierte Forstwirtschaft bleibt damit zukunftsfähig — und das ist unser gemeinsames Ziel.
Kurzes Glossar
- Durchforstung: Gezielte Entnahme von Bäumen zur Förderung der Bestandesentwicklung.
- Schonung: Maßnahmen zum Schutz von Boden, Wasser und Biotopen während der Bewirtschaftung.
- Zielbaum: Baum, dessen Entwicklung gezielt gefördert werden soll.
- Totholz: Totholz bildet Lebensraum für Pilze, Insekten und Vögel und ist wichtig für die Biodiversität.
- MAI: Mittlerer Jahreszuwachs, zentrale Kenngröße zur Planung nachhaltiger Entnahmen.
Wenn Sie Unterstützung bei der Planung oder Umsetzung von Durchforstungen und Schonungsmaßnahmen benötigen, lohnt sich der Austausch mit regionalen Forstfachleuten. Ein pragmatischer Dialog zwischen Eigentümern, Betrieben und Naturschutz schafft oft die besten Lösungen. Möchten Sie konkrete Vorlagen oder eine Checkliste im Druckformat? Sprechen Sie uns an — die Forest Issues Group teilt gerne erprobte Werkzeuge und Praxiserfahrungen.


